Mein Pilgerweg von Paderborn nach Santiago de Compostela.
21. April 2000 bis 4. August 2000 in 101 Tagen, fast 3000 Kilometer
 

Mein Marsch und meine Erlebisse auf dem Jakobusweg von Paderborn und Brilon-Altenbüren nach Santiago de Compostela. Die alten Bildkommentare lasse ich vorerst noch stehen. Die Chronologie erkennt man an den Tagen und Daten. Immer wenn ich Zeit habe, werde ich den Weg fortsetzen. Bitte manchmal um etwas Geduld! 

April 2000

1. Tag  21.04. Paderborn – Fürstenberg                                 28km
2. Tag  22.04. Fürstenberg- Brilon/Altenbüren                       26km
-. Tag  23.04. – 27.04. zu Hause Ostern gefeiert, u.a.             0km
3. Tag  28.04. 
 Brilon-Altenbüren – Berlar                                26km
4. Tag  29.04   Berlar – Obersalwey                                          51km (am Homert total verlaufen)
5. Tag  30.04.  Obersalvey – Ende Biggesee                          42km


 

Irgendwann sagte mir mein Arzt: Wenn Sie gesund bleiben wollen, dann kaufen Sie sich einen Hund, Herr Andreas, und laufen Sie täglich einige Kilometer! Einen Hund kann ich im Moment bei meinen Aktivitäten noch nicht gebrauchen, also…

…beschloss ich, mich „unter Druck zu setzen“ und quer durch Frankreich bis nach Santiago zu laufen. Ein Weg, den seit über tausend Jahren Millionen und Abermillionen Europäer gelaufen sind.

1.Tag: 21.4. Mein Sohn Dominik fährt mich am Karfreitag 2000 zum Hohen Dom von Paderborn. Dort feiere ich die Luturgie in einem überfüllten Dom mit. Danach mache ich mich auf den Weg Richtung Brilon. Noch sehe ich den Turm des Domes, da ist mein schöner Pilgerstab schon entzwei. Bruno Gödde, Drechslermeister hatte es gut gemeint. Der Stab muß teilbar sein. Doch Metallschraube in Eschenholz bröselt aus. Bis Santiago war der Stab mein Sorgenkind: geleimt, geklinkt, mit Blech ummantelt hielt er diese Reise durch. Für die Pilgerfahrt  Nordkap-Sizilien drehte mir Theo Reemann dann eine Messinghülse, die die beiden Teile schiente. Mein Pilgerstab, den ich von alten Bildern kopierte, war durch nichts zu ersetzen!! Vorschub, Stütze, Waffe gegen Tiere und…in Russland dann auch einmal gegen Menschen.

Das Stab kam also in den Rucksack und bald wurde es dunkel. Auf einem Wirtschaftsweg nahte mir ein Auto. Zur Sicherheit knipste ich meine rote Blitzleuchte am Hut an. Ungefähr 500m vor mir beschreiben die Scheinwerfer plötzlich Schlangenlinien und bald darauf sehe ich die Rücklichter des Autos… ich war wohl auf einen Alkoholschleichweg geraten. Überall treffe ich Jugendliche, die Osterfeuer aufbauen, aber überall sind sie schon stark alkoholisiert. ich bekomme auch ein Bier mit. In Fürstenberg schlage ich unter der Tribüne des Sportplatzes mein Zeit auf.Es ist schon spät.

2. Tag: 22.4. Gegen 7h marschiere ich los. Der Berg von Fürstenberg Richtung Aabachtalsperre macht mir richtig zu schaffen. Suche noch um jeden Preis die Waldwege,das wird sich später ändern, vor allem in Frankreich. Besonders werde ich mich auf meiner Pilgerfahrt für Wegkreuze interessieren. Es werden am Ende über 600 sein die ich passierte. Hier, vor Bleiwäsche,  haben sie mit der Raupe einen Parkplatz geschoben. Ein großes Holzkreuz ebenso an den Rand gedrückt.
Das Pfarrhaus in Bleiwäsche ist nicht besetzt, kein Stempel. Ruhig ist es am Karsamstag – wie es sich gehört! Über die Felder gehe ich auf Radlinghausen zu, an Brilon vorbei und bin am Nachmittag in Altenbüren, wo Freund Richard Sch. seinen Geburtsag in der Schützenhalle feiert. Herrlich. Schützenfestatmosphäre!

-. Tag: 23.-27.4: Altenbüren. Feiern, Ausruhen Stock reparieren, Ausrüstung überprüfen.

3. Tag: 28.4.: Am Nachmittag gehe ich los. Am Steinberg vorbei Richtung Antfeld. Antonius A. schlägt Zaunpfähle ein. Tonius, komm ich hier nach Antfeld durch…?(Ich wollte wissen, ob ich über Zäune klettern müsse.). Hinterher hat er in der Wirtschaft bei Kievel erzählt: Wenn der noch nicht mal weiss wie er nach Antfeld kommt, wie will er dann bis Spanien kommen!? Hinter Heringhausen verlaufe ich mich kräftig in der Dunkelheit und schlage mein Zelt endlich bei Berlar auf einer Wiese auf.

4. Tag: 29.4.:In Remblinghausen laufe ich gegen 7h ein. Dort steht eine Jakobuskirche und sie haben auch noch dazu ein Jakobushaus. Ein stilisierter Pilger an der Wand. Der Pfarrhelfer entdeckt mich und liefert mich beim Pfarrer ab. Herzlicher Empfang. Bekomme auch einige Broschüren, die ich dann mit der Post nach Hause schicken werde. Ich frühstücke auf der Bank vor der Kirche. Die Bäckerei hat man mir freundlich gezeigt. Bei mir käme niemand um diese Uhrzeit ohne eine Tasse Kaffee aus dem Haus. In Obersalwey erwartet mich eine kleine Party bei meinem Freund Manfred. Der „Sauerlandkurier“ wollte auch kommen. Nur ich komme nicht. Ich habe mich bei Wenholthausen am Homert so verfranst, dass ich in Grevenstein lande, wo mich Susanne V. mit dem Wagen abholt. Alles hatte schon auf mich gewartet. Seitdem ist mein Vertrauen zu Wegweisern gestört: Jedes Cafechen lockt die Sommergäste zu sich. Ein heilloses Durcheinander von Wegweisern macht zielgerichtetes Wandern unmöglich. Alles saust im Kreis herum. Der Gast muss wieder zu mir zurück kommen!!! – Die Presse macht ihr Bild, es gibt eine nette Party unter der Rotbuche, morgen Früh heißt es: Abflug. Marschzahl 27. Am Ende des Striches durch Westeuropa liegt der Pyrenäenpass.

5. Tag: 30.4.: Obersalwey – Biggesee: Hinter dem alten spee´schen Jagdschloß führt ein weißes Brückchen über den Salweybach. Oft danach stand ich sinnend davor: Hier hast du den Pilgerweg wirklich begonnen und nach 100 Tagen warst du am Kap Finisterre, dem Weltende, bis Kolumbus Amerika entdeckte! Ein schönes Gefühl ist das.
Lange wandere ich auf einer zum Radweg umgewandelten Bahntrasse, bis ich schließlich in Attendorn einlaufe. Weißer Sonntag. Nirgendwo bekomme ich einen Stempel. Im Pfarrhaus schielt jemand hinter der Gardine hervor, ein Dechant (so klärt mich ein Passant auf) ergreift an anderer Stelle die Flucht und ein kaffeetrinkender Vikar in fröhlicher Runde willl mich 5 Kilometer zurück zu einem Schwesternhaus schicken: die hätten einen Stempel!! Nein, danke! Von nun an lasse ich in meinen Pilgerpass stempeln wer einen Stempel hat: Frittenbude, Gasthaus, Friseursalon, Supermarkt, Tankstelle. Die kirchlichen Stellen auf meinem deutschen Weg waren eher ob eines Pilgers erschrocken als hilfsbereit. Das änderte sich erst wieder in Frankreich.
Bis spät in die Nacht laufe ich hinein und suche am Ufer des Biggesees einen ebenen winzigen Platz für mein Biwakzelt. Erst am Ende des Sees finde ich ihn. Komischer Boden, denke ich mir. Am Morgen weiss ich, dass sich hier eine Bisamkolonie befindet. Ein herrlicher Blick bietet sich mir aus dem Zelt: Nebelschwaden auf dem See und malerisch dazwischen einige Fischerkähne.

Mai 2000

  6.Tag:   1. Mai       Biggesee-Jugendherberge Blockhaus       29km
  7.Tag:   2. Mai       DJH Blockhaus – DJH Morsbach                 25km
  8.Tag:   3. Mai       DJH Morsbach – Leuscheid-Alsen               27km
  9.Tag:   4. Mai       L.-Alsen – Bad Hönningen                             36km
10.Tag:   5. Mai       Bad Hönningen (Therme)                                5km
11.Tag:   6. Mai       Bad Hönningen – Maria Laach                      37km
12.Tag:   7. Mai       Maria Laach – Riedener Mühlen                   18km
13.Tag:   8. Mai       Riedener Mühlen – Boos                                28km
14.Tag:   9. Mai       Boos – Daun/Boverath                                    34km
15.Tag: 10. Mai       Boverath – Rulandhütte                                   26km
16.Tag: 11. Mai       Rulandhütte – Manderscheid                            7km
17.Tag: 12. Mai        Manderscheid -Herforst                                 35km
18.Tag: 13. Mai       Herforst – Welschbillig                                     26km
19.Tag: 14. Mai       Welschbillig – Bech (Luxemburg)                   16km
20.Tag: 15. Mai       Bech – Luxemburg-Stadt                                 36km
21.Tag: 16. Mai       Luxemburg                                                        10km
22.Tag: 17. Mai       Luxemburg                                                          5km
23.Tag: 18. Mai       Luxemburg-(Thionville)-Tuquinieux                 34km
24.Tag: 19. Mai       Fahrt nach Verdun (Auto)                                10km
25.Tag: 20. Mai      Tuquenieux – Pintheville                                    38km
26.Tag: 21. Mai      Pintheville – Rupt e.W.                                       34km
27.Tag: 22. Mai      Rupt – Villers s. Meuse                                        9km
28.Tag: 23. Mai      Villers s. Meuse – Nicey                                    24km
29.Tag: 24. Mai      Nicey -Rosnes                                                      9km
30.Tag: 25. Mai      Rosnes – Trois Fontaines                                 39km
31.Tag: 26. Mai      Trois Fontaines – Allichamps                           30km
32.Tag: 27. Mai      Allichamps – Hampigny                                     36km
33.Tag: 28. Mai      Hampigny – Vendeuvre                                     43km
34.Tag: 29. Mai      Vendeuvre – Troyes                                           19km
35.Tag: 30. Mai      Troyes – Chaource/Lagesse                             35km
36.Tag: 31. Mai      Lagesse                                                              6km

6.Tag: 1. Mai 2000: Biggesee – DJH Blockhaus,  29 km                                                      Wie der vorhergehende Tag, ist dieser auch ein herrlicher Frühlingstag. Viele Spaziergänger sind unterwegs. Ach, daß ich noch einmal einen wirklichen Jakobspilger sehe…! Eine altere Dame horcht mich aus. Ich weiß zu diesem Zeitpunkt wirklich nicht, ob ich es bis Santiago schaffen werde.  Heute bin ich doch recht müde und als ich die einsam gelegene Jugendherberge Blockhaus „erklimme“, muss ich bei einem Bauer um Milch bitten. Ich hatte einen Wahnsinnsdurst. Nein, Sie müssen nichts bezahlen, hat mein Mann extra gesagt, meint die Bäuerin. Ich habe keine Chance mein Geld loszuwerden. Die DJH Blockhaus ist /war noch eine Jugendherberge. Freundliche Herbergseltern machen mir Essen. Schade, der Jugendherbergsgedanke, wie er noch hier zu finden ist, hat erst wieder in 20 Jahren eine Chance, wenn wir wieder auf dem Boden angelangt sind. Den Umbau zu „Hotels“ und die damit einhergehenden hohen Preise, müssen doch die Eltern bezahlen!!! Haben die Jugendlichen das Recht Doppelzimmer mit Dusche und Toilette zu verlangen? Wir züchten uns die verwöhnte Generation schon heran, bei der Notstand herrscht, wenn bei Durst die eisgekühlte Cola nicht sofort aus dem Kühlschrank herausfällt. In der Jugendherberge Blockhaus fühle ich mich sehr wohl. Sie ist aber weitgehend leer. Klar, hier gibt es Natur pur. Kein Tingeltangel und keinen Luxus für die Lehrerschaft. In den beiden nächsten Tage werde ich andere DJH´s erleben!! 

 

 

 

7. Tag: 2. Mai: DJH Blockhaus – DJH Morsbach, 25km

Wieder ein herrlicher Wandertag. Der Wanderweg muss sich der Autobahn beugen. Einige Kilometer muß ich an der Autobahn entlanglaufen, bis ein Überweg kommt. Für Lurche, Füchse und Rehe bauen sie Durchlässe. Für den Menschen nicht! Paßt! Wenn ich mir jetzt auch wieder einige Feinde zuziehe, macht nichts, ich fröne nicht der Politischen Korrektheit, werde auch nicht gesponsort: Ratten will unsere Gesellschaft retten und Kinder treibt sie bedenkenlos ab!–Es ist wunderbar durch Deutschland zu wandern. Nicht auf „Freizeitvollzugswegen“, sondern wirklich frei durch das Land. Hier wird man nicht erwartet, findet normale Menschen und wird nicht abgezockt. Das habe ich auf allen meinen Pilgerreisen erfahren. Die Ausnahme bildet der klassische Camino in Spanien – aber, das wird sich auch noch ändern!! Die Jugendherberge Morsbach ist voller Schulklassen und ich sitze am Abend  als Exot unter meinen ehemaligen Kollegen. Werde ausgehorcht, es ist gemütlich. Erst am Ende sage ich ihnen, dass ich auch Pauker war. Diese Herberge ist dem Trend gefolgt, aber noch weitgehend „normal“ jugendgemäß. Jedenfalls fehlt der sonst übliche Slogan: Wir sind keine Jugendherberge, wir sind …` was Besseres! Wenn die Manager nur wüßten, was der Jugend gut täte!!! Bewegung, Abenteuer, Förderung durch Forderung etc.Wir bauchen wieder eine Jugendbewegung, denn viele viele junge Leute können sich nur noch durch Gewichtsverlagerung fortbewegen. Als ich vor 25 Jahren die USA bereiste, frage ich einen Amerikaner, warum es so viele viele fette Leute dort gäbe. Antwort: Chips, Cola and TV.

(die chronologische Beschreibung wird fortgesetzt! Wolfgang am 9.4.2008)

 

8. Tag: 3. Mai: DJH Morsbach – Leuscheidt /Alsen  27 km

Wieder ein herrlicher Wandertag! Das schöne Wetter macht auch müde! In Windeck gibt es wieder einer Jugendherberge. Doch sie liegt oben auf dem Berge. Schweißtriefend und hundemüde komme ich an. Zwei Busse vor der Tür. Unfreundlich weist man mich ab. Kein Platz mehr! Die sehen mir doch meine Erschöpfung an! Ein Einzelwanderer! Das war meine letzte Übernachtung in einer Jugendherberge schwöre ich mir. Versuche das Jugendherbergswerk anzurufen. Es ist aber schon Büroschluß. – Weiter geht es wieder den Berg hinunter, Richtung Leuscheid. In der Dunkelheit kehre ich im Gasthof Paulus ein, wo ich eine nette Thekengesellschaft vorfinde. Der Wirt sagt mir gleich, dass ich in seinem Garten übernachten könne, nachdem der evangelische Pfarrer es ablehnte im Schatten der Kirche mein Zelt aufzuschlagen. Doch dazu kommt es nicht, denn Werner Breuer aus Alsen nimmt mich kurzerhand zu sich nach Hause mit: Dann bekommst Du morgen auch noch Frühstück!, sagt er mir.

Frau Breuer will mich im Haus schlafen lassen, ich lehne es jedoch ab. Im Garten steht das Zelt prächtig! Ich will mich ja auch nicht verwöhnen, wer weiß was mich noch erwartet!?

 

Die unbekannte Weite lockte, die Historie des Jakobusweges, das Abenteuer, die sportliche Herausforderung, St. Jakobus, das christliche Gesicht unseres Kontinents, das man in unseren Tagen versucht offiziell zu verleugnen. Nur der Euro zählt! Armes Europa! 

 

9. Tag: 4. Mai: Leuscheid – Bad Hönningen 36km

Wie versprochen bekomme ich ein gutes Frühstück. Leute, die im Wald arbeiten, stehen früh auf. Dann geht es auf die Strecke! In Limbach platze ich in ein Kaffeekränzchen des Frauenvereins hinein. In der Kirche sei ein Jakobus! Leider gab es keine Tasse Kaffee. Doch auch ohne Kaffee geht es zügig voran. Ein Stück nach Asbach spüre ich doch stärker meine Beinmuskeln. Habe ich mich überanstrengt? Zuviel zugemutet? Ein Passsant macht mir den Vorschlag, die Therme in Bad Hönningen aufzusuchen. Daneben wäre auch ein Campingplatz. Gute Idee! Nach  Weißfeld ist es schon dunkel und es geht hinunter an den Rhein. Die Schmerzen sind stärker geworden. Die letzten Kilometer nimmt mich ein Daimlerfahrer mit und liefert mich direkt am Campingplatz ab. Danke! Danke! Nach Linz wäre es einfacher gewesen. Dort muss ich sowieso hin, weil es dort eine Fähre über den Rhein gibt.

 

10. Tag: 5.Mai: Bad Hönningen 5km

Die Muskelschmerzen haben sich verstärkt und ich nehme einen Tag Auszeit. Hätte mir, wie später vor Luxemburg, ein Bauer gesagt, dass ich Magnesium essen solle, wäre alles einfacher gewesen. Jedenfalls halte ich mich den ganzen Tagin der Therme auf und bekomme eine Großmassage. Dabei findet die Masseurin eine Zecke in meinem Oberschenkel. Der Bademeister entfernt sie mit einer neuartigen Zange. Es folgen noch mindestens 10 Zecken auf meinem Marsch. Zum Entfernen habe ich dann eine eigene Methode entwickelt: Ich habe ein kleines Fläschchen 8o%igem Rum im Gepäck. Mit diesem betupfe ich die Zecke und ziehe sie dann sofort mit der Zeckenpinzette meines Schweizermessers heraus. Das geht mühelos. Wichtig ist, dass sie sofort betäubt ist und keine Zeit zum „Spucken“ hat. Gegen FSME war ich geimpft. Aber gegen die „Kringel“ hilft auch keine Impfe.

Von zu Hause muss man sich losreißen, sonst kommt man nie auf den Weg! Die mannigfachen Verpflichtungen, wichtige und noch unwichtigere Sachen halten einen rücksichtslos zurück. Also: Einen Schnitt machen! Noch ein Foto mit meinen Kindern in Brilon und…

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

11. Tag: 6. Mai: Bad Hönningen – Maria Laach, 37km

Es geht sich wieder wunderbar, die Muskelschmerzen sind vorbei.Der Weg führt rheinabwärts, eigentlich zurück, aber Linz hat eine Rheinfähre. Dort erwartet mich der Heimatpfleger und führt mich wieder zu St. Martin. Das Fresko möchte ich fotografieren! Als ich es vor einem Jahr sah, begann man gerade mit den Arbeiten. Dann mit der Fähre über den Rhein und auf der linken Rheinseite wieder zurück bis Brohl,  wobei ich gut an der Kilometerschildern des Rheins meinen Schrittzähler überprüfen kann. Er stimmt, plus minus einige Schritte . In Brohl ist der „Einstieg“ nach Maria Laach. Ich komme in der Dunkelheit dort an. An dem romanischen Kleinod, das ich in meiner Jugend und Studienzeit oft besucht hatte, hat die „Maria-Laach-Holding“ offensichtlich gnadenlos zugeschlagen. Der Campingplatz will 18 DM von mir für 2 qm Zelt und ein bisschen Wasser. Ich danke und schlage mein Zelt im Wald gegenüber der herrlich angestrahlten Kirche auf. Morgen um 7h ist Messe, ich liege einen Steiwurf weit vom Geschehen, die Glocken werden mich wecken.

 

 

12. Tag: 7. Mai: Maria Laach -Riedener Mühlen 18km

Herrlicher Wandertag! Mache einige Abstecher in den Wald. Schon früh höre ich auf zu laufen. Ein  einfaches Gasthaus erwartet mich an den Riedener Mühlen. Die alte Frau Wirtin sorget sich rührend um mich. Wäsche waschen? Geben sie her! Ob es heute, 2008, das Gasthaus noch gibt?  Die Übernachtung war gut bürgerlich und preiswert. Danke.

 

13. Tag: 8. Mai: Riedener Mühlen – Boos, 28 km

 

Auf kleinen Wegen  bewege ich mich durch die Ausläufer der Vulkaneifel, die ja schon in Maria Laach begann. Mein Hang, jede Straße zu vermeiden, führt natürlich zu Umwegen, denn die Wege in einer Gebirgsgegend richten sich nach den Tälern und nicht nach meiner Marschzahl 27….! Ich handle mir Umwege und … Zecken ein. Da ich dachte in einer zivilisierten Gegend zu wandern, hatte ich kein Wasser mitgenommen. Die Wegemaschinen habe jede Quelle am Wegesrand plattgemacht. Ich habe Durst! Als ich es nicht mehr aushalten kann, setze ich Logik und Pfadfinderwissen ein: Wasser muss es in einem abwärtsführenden Einschnitt geben. Also weg vom Weg, in den Wald. Nach 100 m finde ich Graben und eine feuchte Stelle. Buddeln ist angesagt. Es reichen 20 cm, da füllt sich mein Loch schon langsam mit Wasser.Am Überlauf wird ein flacher länglicher Stein angesetzt und nach 10 Minuten fließt klares Wasser von der Steinkante  in meine Flasche. Hat mir Baden Powell auch noch mit 60 Jahren geholfen!

Frisch geht es weiter! Nur Wald und Hügel. Da öffnet sich eine Lichtung! Mittendrin eine Kapelle. St. Jost, lese ich und neben dem Eingang ein Santiagostein: Der Weg ist das Ziel, 2128 km nach Santiago de Compostela. Wasser in Hülle und Fülle. Hätte lieber ein Bier getrunken, aber die Bewirtschaftung ist heute geschlossen. Bei Boos übernachte ich im Wald.

 

14. Tag: 9. Mai: Boos – Daun-Boverath, 34 km

Lange Waldstrecken liegen vor mir. Plötzlich eine Kinderschar, Forstleute. Ökotag? Die Förster haben einen Waldlehrpfad aufgebaut, über den nun gruppenweise die Schulkinder geschickt werden. An jeder Station gibt es fachkundige Erklärungen. Ich gehe für mich privat den Parcours ab. Umweg, aber hochinteressant.  Förster Herzog aus Daun spricht mich an: Wenn sie nach Daun kommen, sind sie mein Gast. Mein gutes Verhältnis zu Jägern und Förstern sollte sich auf allen Wegen durch Europa fortsetzen. Ich muss ordentlich Gas geben, denn solche Events  halten einen Wanderer ganz schön auf. Spät erreiche ich Boverath, gut, dass ich nicht noch durch Daun laufen muß! Ob mich Förster Herzog wirklich erwartet hat, bekomme ich nicht heraus,  jedenfalls ist die Aufnahme  von der ganzen Familie überaus herzlich. Es gibt Abendessen, ich  muss erzählen und meine Siebenmeterfünfzigkarte, Paderborn-Pyrenäen, von der Küche bis ins Wohnzimmer ausrollen. Herrlich schlafe ich in einem Haus, das nachts „entelektrifiziert“ ist, das heißt, daß nach dem Panzerkasten ein Schalter eingebaut ist, der nachts die Stromversorgung kappt.- Dank für Eure Gastfreundschaft, ihr lieben Leute. Das ist es, was ich beweisen will: Christliches Handeln ist (noch) tiefverwurzelt in den Menschen unseres Kontinents. Ich werde es auf den folgenden 12000 km tausendfach erfahren!!!! Wann wird es diesen Brüsseler Euroeuropäern auffallen? Schon, wenn man sich deren Gehaltsstrukturen betrachtet, könnte man das Weinen bekommen. Regulierungswut und exportierter Kapitalismus können nur anfangs ein Gebäude so vieler verschiedener Völker zusammenhalten. Es fehlt, wie Mephistopheles in Goethes Faust sagt, „nur nochdas geistige Band“! Außer für Malta, Irland und Polen  scheint es das im Moment nicht zu geben.

 

 

 

 

 

15. Tag: 9.Mai  Boverath – Biwaklager auf der Rulandhütte, 26 km

 

Der Lieser entlang, nehme ich einen herrlichen Wanderweg. Drohende Wolken künden am Nachmittag von kommenden Gewittern. Tiefer Wald, tiefe Täler! Da taucht plötzlich linker Hand eine Schutzhütte auf. Hier wird genächtigt! In der Hütte das Zelt aufgeschlagen. Blitz und Donner folgen. Wolkenbrüche wechseln sich mit Regen ab. Ein herrlicher Platz. Wunderbar geschlafen.

 

     

 

 

 

 

 

Sohn Dominik bringt mich am Karfreitag-Nachmittag zum Hohen Dom in Paderborn, wo ich die Karfreitagsliturgie mitfeiere. Dann nehme ich Abschied vom Hl. Jakobus in der Eingangshalle des Domes. er wird mich nun 3000 Kilometer begleiten – auf Schritt und Tritt. Hier liegt dein Fundament, Europa, und nicht im Euro!     

 

 

Was wird von den Wanderern, Bikern und Pilgern nicht alles vom Camino de Santiago erwartet? Manchmal muss man schon lächeln, was sich so manche Autoren einfallen lassen. Der eine macht auf Psyche, der andere auf Kunst, der andere auf Bio, der andere lässt alle Insekten auf dem Wege schnurren und jede Blume wachsen. „Es fehlen nur noch die Schwulen und der Sex“, sagte mir ein echter Pilger auf dem spanischen Camino. Wenige beschreiben die Kleinigkeiten, die eine solche Tour erst möglich machen. Ich werde dies in meinem Buche tun.   An einer Mauer in Spanien fand ich dieses nette Gedicht

16. Tag: 10. Mai 2000, Rulandhütte – Manderscheid , 7 km

 

Gegen 7h wache ich auf. Eine Chaosnacht ist vorbei. Die Sonne meldet sich. Als ich aus dem Zelt krieche, kommt ein Jogger vorbei.Übernachtet haben Sie hier bei diesem Unwetter? Wenn der wüßte, wie herrlich es war um sich herum das Blitzen, Donnern unnd Regenrauschen zu erleben und selbst geschützt zu liegen…! Also, ich wohne in Manderscheid – ein paar Kilometer weiter! Wir frühstücken zusammen, hier haben sie meine Adresse: Heinz Gross! Was es hier für Leute gibt! Wäre mir im ganzen Sauerland nicht passiert!

Mit Heinz freunde ich mich an und bleibe einen Tag in Manderscheid. Stempel im Pfarramt holen und ordentlich kochen: Schweinebraten, Sauerkraut, Knödel, Bier. Herrlich! Endlich wieder einmal etwas Ordentliches zwischen den Zähnen. Die Gitarre kommt auch zum Einsatz und unser Bild wird im „Sauerlandkurier“ abgebildet werden!

 

 

17. Tag: 11. Mai 2000, Manderscheid – Herforst, 35 km

Heinz begleitet mich noch mit dem Fahrrad ein Stück des Weges und gegen Mittag bin ich in der Abtei Himerod. Hier ist man schon interessierter  als in Maria Laach und ich bekomme ein schönes altes Siegel in meinen Pass. Mittagessen in dem im Klosterbezirk gelegenen Restaurant. Zwei Wanderer passieren mich und ich höre den einen sagen: Der hat aber etwas Größeres vor…! Wahrlich. Am Abend bin ich in Herforst und darf mein Zeit im Garten eines SPAR-Geschäfters aufstellen. Mein Einmalrasierer ist zerbrochen. Ich brauche einen neuen. Es gibt nur ganze Pakete. Der nette Kaufmann holt mir einen aus seiner Kollektion. er hielt bis Santiago! Rund 90 Rasuren.

 

WENN WIR UNS NICHT MEHR QUÄLEN MÜSSEN….

Das berühmte Wort  des Hl. Ignatius von Loyola, daß, wenn wir uns nicht mehr um irgendetwas quälen müssen, wären wir schon verloren…muss sich ein Pilger verinnerlichen. Tired – but happy, heißt es im Englischen. Man braucht ja kein soldatisches Leben lebenslang  a la  Friedrich dem Grossen zu führen, aber ein paar Mühen sollte man sich doch noch aussetzen! Die Mühen des Pilgers sind die mannigfachen Entbehrungen und das Fehlen von zivilisatorischem Unsinn, mit denen uns der Konsumterror umgibt. Mir reicht eben ein Einalrasierer bis Satiago! Er war gelb/weiß, ohne schwenkbaren Klingenteil, der immer abbricht…! Nach jeder Rasur schob ich ihn über die Unterarminnenseite – er war wieder scharf! Was soll so ein bißchen Gekratze eigentlich?–

Hier zeigt sich die grundsätzlich falsche Erziehung unser Jugend seit 1968. Nicht fordern, also auch nicht fördern, dann ständig bemitleiden und wenn sie von allen „Über-Ichs“ befreit, endlich bei der Angstfreiheit angelangt sind (wo sie grenzenlos vor gar nichts mehr Angst haben!), werden sie von den ideologischen Rattenfängern allein im Regen stehen gelassen. Da man ihnen ja  a l l e  Autoritäten (macht kaputt was euch kaputt macht!) kurz und klein gehauen hat, fehlt ein Wertgefüge und sie sind ihren eigenen Trieben hilflos ausgeliefert. Altbundespräsident Roman Herzog hatte diese GedankenNicht politisch schon in seinen beiden berühmten Berliner  Reden dargestellt.  Alles klatschte Beifall, doch nichts tat sich. Nicht politisch korrekt! Unser einziges Glücklichsein läuft wohl momentan über den Konsum!!– Wohin man von einem Einmalrasierer aus über all hin gelangen kann! (Das ist nicht beim Hl. Igantius nachzulesen, sondern u.a. bei Anna Freud, 1969). Schluß jetzt, jetzt geht es weiter!

 

18. Tag, 12. Mai 200,  Herforst – Welschbillig, 26 km

 

Meine Muskelschmerzen werden immer heftiger  und als ich am Abend bei einem netten Landwirt, Theo Becker, in Welschbillig auf der Wiese lande, rät mir dieser Magnesium zu essen. Das hätten sie mir in Bad Hönningen schon raten sollen. Morgen früh frühstücken Sie mit uns!!- Ich liege hier vor der Luxemburgischen Grenze und mich wird bestimmt kein Zöllner wie einmal fragen, ob ich mehr als 30 000 DM mithabe.

 

 

19. Tag,  13. Mai 2000, Welschbillig – Echternach – Bech (Lux.)  16 km

 

Theo Becker hat Mitleid mit mir. Damit ich noch die Hl.Messe im Dom von Echternach mitbekomme, fährt er mich ein paar Kilometer gegen die Grenze mit dem Wagen. Bischofsmesse im Dom und dann herrlichen Wanderweg auf einer alten Bahntrasse, der so schön ist, dass ich am nächsten Tag an der Stadt Luxemburg vorbeilaufe…Meine Karte signalisiert mir linker Hand einen „Jakobsberg“. Der wird nicht genommen, denn meine Muskelschmerzen tauchen wieder auf. Wo soll ich hier auch Magnesium herbekommen? In Bech haben sie einen kleinen Campingplatz bei einem alten Bahnhof der Trasse errichtet. Als ich meinen Kram auspacke, kommt ein Junge, Mike Haler aus Berdorf,  und lädt mich zu seiner Kommunionfeier ein, die im Restaurant nebenan stattfindet. Ich werde verwöhnt und muss versprechen ein Gebet in Santiago für ihn  zu sprechen und und eine zu senden. Beides ist passiert.

 

20.Tag,  14. Mai 2000, Bech – Luxemburg-Stadt , 36

 

Freund Dietmar hat mich in Luxemburg bei einer befreundeten Familie angekündigt. Ich laufe also frühzeitg los. Es marschiert sich auf dem Wanderweg so gut, dass ich erst am Spätnachmittag merke, dass ich bereits an Luxemburg-Stadt vorbeigelaufen bin. Ich befinde mich ca. 8 km östlich der Stadt bei Oetrange. Im Stadtbus fahre ich bis ins Zentrum und werde von der Familie herzlich aufgenommen. Die Tochter  der Familie ist Ärztin in Thionville, wo ich nächsten Tag in der Klinik auf dem Kopf gestellt werde. Der Magnesiummangel ist klar und bei 125 Watt auf dem Radl meint man, ich könne ruhig  weiter nach Santiago laufen. Aber erst nach einer längeren Pause…Die Stadt gefällt mir gut.

 

21. Tag: 15. Mai 2000, Stadt Luxemburg, 5 km

Untersuchungen in der Klinik von Thionville und kleiner Spaziergang in Luxemburg. Saunabesuch. Soll mir helfen. Magnesium geschluckt.

 

22. Tag: 16. Mai 2000, Stadt Luxemburg, 10 km

Große Stadtführung durch Marietta. Durch Kirchen und Kasematten, durch mittelalterliche Gassen und Parks – eine wundervolle Stadt. Das Saarland hätte nach dem Krieg eine ähnliche Rolle spielen können.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Meine Linie auf der Karte 

 

In St. Martin zu Linz am Rhein,  wurde gerade ein uraltes Fresko freigelegt: St. Jakobus mit seinen Pilgern zu Fuß, zu Pferd, zu Schiff (6. Mai 2000).

 


Kilometerschild am Rhein bei Brohl

Da südlich von Köln/ Bonn ein großes Pilgerzentrum im Mittelalter bestand, dachte ich so: Die Pilger gingen den kürzesten Weg nach Santiago. Sie liefen strack auf den günstigsten Pyrenäenpass zu. Sie liefen nach St. Jean.  Sie richteten sich nach der Sonne. Der mittelalterliche Tourismus,  der die Pilgerströme zu sich zog und daraus auch wirtschaftlichen Nutzen zog, folgte erst später. Ich legte ein Lineal auf die ausgebreiteten Landkarten (1: 200 000)  und zog einen Strich von Linz nach St. Jean vor den Pyrenäen..15 cm rechts und links dieses Striches schnitt ich die Karten ab, so dass ein Kartenband von fast 7 m Länge entstand. Das war meine Wanderrolle.   Die Entstehungszeiten der Städte auf meiner Linie gaben mir recht.  Der  „Limovicensis“ war wohl so entstanden. Meine Linie führte aber gar nicht durch Limoges, sondern durch St.Leonard de Noblat. Die Bestätigung erfuhr ich am Ortseingangsschild: „Sie  sich auf dem originalen Jakobusweg!“

 

Mein Weg führte quer durch die Eifel und das „offizielle christliche Gesicht“ hatte sich bisher versteckt: Die Pfarrhäuser im Sauerland blieben verschlossen, ein Dechant ließ sich verleugnen, dabei sah ich doch gar nicht wie ein Hambummel aus und wollte nur einen Stempel in meinen Pilgerpass, ein Vikar wollte mich wegen eines Stempels, weil er keinen hatte, fünf Kilometer zurück zum Schwesternheim schicken, die hätten einen; man schenkte mir Broschüren, die ich noch schleppen sollte, der Campingplatz Maria Laach wollte 18 DM für mich und mein Minizelt haben; ich schlug es im Wald mit Blick auf die Kirche auf und schlief selig. Die Pforte dachte morgens um 7.00 h nicht an eine Tasse Kaffee,  sondern an den schäbigsten Stempel meines Passes

BENEDIKTINER ABTEI

56653  MARIA LAACH

„ Ach so, nach Santiago!“ Als ob das grade um die Ecke läge! Aber ich nehme mich wirklich noch zu wichtig! Es menschelt halt überall in unserer satten Welt! Alles sollte sich bald ändern, vor allem in Luxemburg und Frankreich. Nach stundenlangem Marsch durch endlose Wälder, stieß ich, mitten auf einer Waldlichtung, auf die Wallfahrtskapelle „St. Jost“, und vor ihr ein Santiagostein: Noch 2128 Kilometer. Luftlinie… Zufälle gibt’s! Wer führte mich in dieser Waldeinsamkeit zu dieser Kapelle?? 

            In der Kapelle eine barocke Jakobusstatue. Ganz allein in der Kapelle. 
            Nichts verschlossen. Noch eine ehrliche Gegend.
 

 

 

In der Abtei Himmerod ist man nicht ganz so gedankenverloren wie in Maria Laach und gibt mir wenigstens einen schönen Siegelstempel in den Pass. Danach trifft mich der Förster Herzog  im Wald: Wenn Sie nach Daun kommen, sind Sie mein Gast! Es war so!

 

 

 

Eine herrliche Rapslandschaft gegen Luxemburg zu. Auch ein Jakobsberg in der Gegend. Ich stieg nicht hinauf.

 

 

 

 

 

 

 

Campingplatz auf einer ausgedienten Bahntrasse. Im Restaurant , dem ehemaligen Bahnhof, die  Erstkommunionfeier von Mike Haler aus Berdorf. Er lädt mich zum Essen mit den Gästen ein. Schicken Sie mir eine Karte aus Santiago? Sprechen Sie dort ein Gebet für mich? Mike bekam Karte und Gebet. Es sollten noch viele werden!

 

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